Schreibtischumzug & Spaß mit Unity Media

Alles begann damit, dass mir die Telekom meinen alten DSL-Anschluss gekündigt hat. Angeblich dürfen sie mich nicht weiter mit DSL beliefern. Ich müsste auf einen ihrer VoIP-Anschlüsse umsteigen.

Mein leergeräumter Schreibtisch an seinem alten Platz.
Leerer Schreibtisch vor dem Umzug

Diskussionen mit der Deutschen Telekom

Natürlich muss ich gar nichts. Das habe ich auch den mal mehr, mal weniger netten Menschen am Telefon mitgeteilt, die mich schon regelrecht belästigt haben, weil ich noch keinen neuen Vertrag bei der Telekom gemacht habe. Das war mit einer der Gründe, warum ich mich dann auch tatsächlich dazu entschieden hatte, nicht bei der Telekom zu bleiben. Der Kundenservice war einfach unterirdisch. Ich fühlte mich nicht gut behandelt. Und die Konkurrenz bot eh viel bessere Angebote. Die Telekom wollte mir für angeblich den gleichen Betrag, den ich vorher gezahlt habe, 20 Mbit Download und Festnetz anbieten. Betrachtet man sich dieses "Angebot" aber mal näher, stellt man fest, dass man nur die ersten 3 Monate genauso viel zahlt wie vorher. Danach kostet es 10 Euro mehr. Und man müsste sich noch einen Router von der Telekom dazumieten für 5 Euro im Monat oder einmalig 120 Euro. Klar, man muss den Router nicht nutzen, aber bezahlen muss man ihn so oder so. Zumindest hatte ich keine Möglichkeit im Online-Shop den Router rauszuwerfen bei einer Bestellung. Was dann auch noch hinzugekommen wäre, wäre ein neues Telefon. Mein altes analoges Telefon wäre nicht kompatibel gewesen. Gut, ich hätte dann auf Festnetz verzichten können. Ich hab ja noch mein Handy mit Flatrate. Aber in Summe hätte ich dann spätestens ab dem 4. Monat 15 Euro mehr bezahlt, als vorher. Das wären dann also knapp 60 Euro gewesen.

Auswahl des neuen Anbieters

Also habe ich mich umgeschaut und gedacht, das muss doch günstiger zu haben sein. Dass ich damals die Telekom gewählt hatte, als ich hier eingezogen bin, lag daran, dass ich den Anschluss schnell brauchte und bei der Telekom wusste ich, die sind zuverlässig innerhalb von 3 Wochen fertig. Damals ging auch noch nicht viel mehr. Erst später hat Unity Media hier Glasfaser verlegen lassen. Ich bin also auf die Suche gegangen und bin sehr schnell bei Unity Media fündig geworden. Es gab gerade ein Spezialangebot. 120 Mbit Download, Festnetz mit Flat in alle deutschen Netze und Fernsehn mit ich glaub 120 HD-Sendern und einigem, was nicht frei empfangbar ist, dazu noch Maxdome. 3play nennt sich das Paket. Jedenfalls soll das ganze Paket die ersten 24 Monate rund 35 Euro kostet, bei einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten. Danach kostet das gleich Paket rund 45 Euro. Mein DSL-Anschluss hat 45 Euro gekostet. Also würde ich hier für Anfangs 10 Euro weniger und später genauso viel wie ich bisher gezahlt hatte, deutlich mehr erhalten. Auch im Vergleich zu dem "Angebot" der Telekom. Router ist auch im Preis enthalten. Den sollte man, wegen dem Fernsehn auch nehmen. Erschien mir zumindest einfacher, als selbst einen geeigneten zu suchen. Und der Router ist wirklich nicht schlecht.

Der Ärger beginnt

Doch dann begann eine Tragödie oder ein Abenteuer, wie man es nimmt. Der Router kam innerhalb einer Woche. Ebenso wurde der Anschluss in dieser Zeit geschaltet. Klingt erstmal gut. Also Router anschlossen und festgestellt, ohne Fernseher kann man den nicht einrichten. Ok, wer sich einen solchen Fernsehanschluss kauft, hat in der Regel wohl ein Fernsehgerät zu Hause. Wollte ich mir ja auch kaufen. Geplant war eigentlich, dass ich mir den Fernseher zu Weihnachten kaufe und im Januar dann den Anschluss von Unity Media. Aber dann hat das Schicksal zugeschlagen. Meine Mutter ist im Dezember gestorben und ich bin erstmal zu meinem Vater bis nach Silvester. Aber das ist eine andere Geschichte. Also statt direkt loslegen zu können, musste erstmal ein Fernseher besorgt werden. Zwei Wochen später dann endlich Fernseher angeschlossen und wie sie sehen, sehen sie nichts. Fehlercode irgendwas. Also Hotline angerufen. Die schicken einen Techniker.
Also auf Techniker Nummer 1 gewartet. Hat ja nur ne Woche gedauert. Damals war ich noch wegen meiner Rückenschmerzen krank geschrieben, sodass ich den ganzen Tag zu Hause war. Techniker Nummer 1 erzählt was von falschem Kabel und zieht wieder ab.
Kurz später ruft die Technikerfirma an und will einen neuen Termin machen.
Techniker Nummer 2 kommt ein paar Tage später und zieht wieder mit den Worten "falsches Kabel" ab. Ich müsse mich an die Hausverwaltung wenden, weil die Hausverkabelung deren Sache sei.
Also Anruf bei der Hausverwaltung, die mich an meinen Vermieter verweist, weil ich nicht deren Vertragspartner sei.
Mein Vermieter, sichtlich angepisst über das Verhalten der Hausverwaltung, verspricht, sich zu kümmern.
Ein paar Stunden später der Rückruf der Hausverwaltung, man hätte doch mit Unity Media einen Vertrag, dass die die Hausverkabelung übernehmen. Man würde das weiterleiten.
Wieder einige Stunden später ein Anruf der Technikerfirma, man will einen Termin für Techniker Nummer 3 machen. Wieder eine Woche später. Zu dem Zeitpunkt war ich dann nicht mehr krank geschrieben und musste mir dafür extra frei nehmen.
Techniker Nummer 3 rennt durchs ganze Haus, prüft und macht. Klingelt bei Nachbarn und macht dort etwas. Irgendwann kommt er zu dem Schluss, dass er bei meinem Nachbarn hier auf der Etage auch noch in die Wohnung müsse. Der war aber natürlich nicht zu Hause. Ich soll doch einen Termin mit ihm ausmachen. Zugleich erzählt er irgendwas davon, dass er ein Loch durch die Wand zu meinem Nachbarn bohren müsse. Das wäre die Wand, die ich komplett mit einem Bücherregal zugestellt habe. Das kann doch gar nicht sein, oder? Naja, erstmal abwarten, was bei meinem Nachbarn rauskommt.
Da aber der Nachbar so gut wie nie zu Hause war, war es schwer, einen Termin auszumachen. Er hat mir dann geschrieben, ich solle doch einen Termin ausmachen und ihm mitteilen, er guckt dann, ob er den einrichten kann. Ich also einen Termin für über eine Woche später ausgemacht und meinem Nachbarn wieder ein PostIt an die Tür geklebt. Besagtes PostIt hing dann da noch, als Techniker Nummer 4 kam. Zu dem Zeitpunkt war ich schon so fertig mit den Nerven dass ich dachte, es sei einfacher, den Anschluss wieder zu stornieren und doch zur Telekom zu wechseln bzw. dort einen neuen Vertrag zu machen. Immerhin waren seit der Anschlussschaltung auch schon fast 3 Monate vergangen, in denen ich zu Hause weder Internet noch Fernsehen hatte. Denn der Vertrag mit der Telekom war ja zwischenzeitlich auch ausgelaufen.
Techniker Nummer 4 schaut sich die ganze Sache nochmal von vorne an. Ihn interessiert nicht, was seine Kollegen in den Auftrag geschrieben haben. Fand ich schon sehr merkwürdig. Aber ich weiß ja, dass man manchmal einen Schritt zurückgehen soll, um die Sache aus einer neuen Perspektive zu sehen. Er geht also auch wieder in den Keller und schaut sich die Kabel an. Er erkennt, wie schon seine Kollegen vorher, dass unten andere Kabel verwendet werden, als oben aus meiner Fernseh-Dose kommen. Ich warte schon auf die Erklärung "falsches Kabel". Aber nein, ich schaut in Ruhe weiter. Dann findet er ein Kabel, das dem oben verdächtig ähnlich sieht und einfach so an der Wand baumelt. Er guckt mich an und fragt, was das sei. Ich hab natürlich keine Ahnung. Er schaut sich den zweiten Kasten an und meint, das rumhängende Kabel müsse da angeschlossen werden. Ok, kann sein. Er schließt es an und zack, funktioniert mein Internet. Er verlegt das ganze dann noch ein bißchen schöner, damit niemand denkt, das Kabel sein unnütz und das wars. 
Ich frage mich heute noch, warum das die anderen Techniker nicht aus so gesehen haben. Ich kann mich bei dem ersten Techniker noch erinnern, dass ich fragte, was das für ein Kabel sei, ob das nicht das richtige sei. Mittlerweile denke ich, dass die mich vermutlich nicht richtig verstanden haben, denn im Gegensatz zu Techniker Nummer 4 waren es alles Techniker, die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hatten. Wenn sie wenigstens ihr Handwerk verstehen würden, wäre ich die letzte, die was sagt, aber so kann ich nur wieder den Kopf schütteln und natürlich hoffen, dass ich nie wieder einen Techniker von Unity Media brauchen werde.

Schreibtischumzug

Mein Nähtisch am neuen Platz
Mein Nähtisch am neuen Platz

Das Ende der Geschichte ist, dass mein Internetanschluss nun an einer anderen Wand ist. Ich hatte bisher meinen PC per WLAN verbunden. Zum Glück hat mein PC WLAN. Aber so gut der Router auch sein mag, das WLAN scheint etwas instabil zu sein. Zumindest werde ich verdächtig oft aus Online-Spielen geworfen. Also habe ich den Schreibtisch jetzt dahin gestellt, wo bisher mein Nähtisch stand und den Nähtisch an die Wand, an der mein Schreibtisch stand. Das war von Anfang an eine Überlegung von mir gewesen. Aber bei dem ganzen Ärger mit den Technikern hatte ich dann keinen Nerv, das auch noch anzugehen. Ich war froh, überhaupt wieder Internet zu haben. 

Den Schreibtischumzug hab ich natürlich gleich genutzt, den Schreibtisch auszumisten. Ich musste ihn eh komplett leer räumen, damit mir beim rumschieben nicht alles runterfällt und vielleicht noch kaputt geht. Dann habe ich mir vor einiger Zeit ein schickes Gaming-Maus-Pad gegönnt, auf dem Tastatur und Maus bequem Platz haben. So rutscht mir die Maus auch nicht mehr vom Maus-Pad, während ich ein Spiel spiele. Das hat mich schon ein wenig genervt. Aber auf dem Tisch funktionieren die meisten Mäuse überhaupt nicht oder nur sehr schlecht. Meine neue Maus vom Media Markt, die ich mir letzte Woche gekauft habe, sollte aber mit allen Untergründen zurecht kommen. Sie soll auch auf Glas funktionieren. Auf jedenfall funktioniert sie sehr gut auf dem Gaming-Maus-Pad.

Mein Schreibtisch nach dem Umzug, noch nicht ganz eingerichtet
Mein Schreibtisch nach dem Umzug, noch nicht ganz eingerichtet
Was jetzt noch bleibt, ist den Schreibtisch wieder einzurichten. So sieht er doch noch ein wenig nackt aus. Ich möchte ihn zwar nicht mehr ganz so sehr zustellen, wie vorher, aber er sollte schon wohnlich aussehen. Und ich brauche alles in Reichweite, wie Stifte und Notizzettel usw.

Aber das hat erstmal etwas Zeit. Jetzt muss ich erstmal Vorbereitungen für die Animagic in Mannheim treffen. Die letzten Jahre war sie immer hier in Bonn und meine beste Freundin hat mich dafür hier besucht. Vorbereitungen waren dann, ihre Bettwäsche zu waschen und ein paar Sachen einzukaufen. Dieses Jahr muss ich einen Koffer packen und darf nichts wichtiges vergessen. Daher schau ich gleich nochmal nach, ob ich an alles wichtige gedachte habe, bevor ich mich dann auch bald auf den Weg machen werden.

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