Patchwork bei der Servicezeit

Gerade habe ich einige Beiträge bei der Servicezeit vom WDR angeschaut. Dort gibt es für alle Lebenslagen oft nützliche Tipps. Gesetze werden einfach erklärt und vor allem die Haushaltstipps sind immer interessant. Nun gab es einen Beitrag mit viele Tipps zur Renovierung und wie man das alles selbst machen kann. An sich auch sehr interessant.

Es wurde auch gezeigt, wie man eine Patchworkdecke selbst näht. Doch dabei standen mir die Haare zu berge. Dass bei der Haltung des Rollschneiders kein Blut geflossen ist, grenzt an ein Wunder. Ich hab sicherlich am Anfang meiner Patchwork-Karriere auch so einige Sünden begangen, weil ich es vielleicht auch nicht besser wußte. Ein Stück Pappe als Schneideunterlage zu verwenden, das kam mir auch in den Sinn. Ich wußte aber, dass man das nicht macht. Trotzdem habe ich immer ein Stück große Pappe unter meiner Schneidematte gehabt, einfach weil ich mir die kleinste und damit günstigste Schneidematte gekauft hatte und ich sicher sein wollte, nicht in den Tisch zu schneiden. Die Pappe diehnte also als Sicherheit für den Tisch und nicht als eigentliche Schneidematte. Und ich habe immer darauf geachtet, dass ich da nicht reinschneide. Im Video wird aber direkt ein Stück Pappe als Schneideunterlage benutzt. Grausam. Zum einen ist das nicht gut für den Rollschneider, zum anderen entstehen in der Pappe Schneidespuren, die einem doch jeden weiteren, exakten Schnitt, erschweren.
Wenn man sich schon einen Rollschneider leistet, sollte man sich wenigstens eine kleine Schneidematte dazugönnen. Oder auf beides verzichten und so anfangen, wie ich es gemacht habe. Alles per Schere schneiden, nachdem man die auszuschneidende Form auf dem Stoff angezeichnet hat. Allerdings sollte man sich dann dafür die geeigneten Patchworktechniken raussuchen. Nähen auf Papier eignet sich da sehr gut.

Auch das Umbügeln der Nahtzugabe nach jedem Nähschritt wurde mal ganz dezent unterschlagen. Das habe ich mir am Anfang meiner Patchwork-Karriere auch gespart. Damals hatte ich noch keine eigene Wohnung und mußte immer meine Mutter fragen, ob ich mal ihr Bügelbrett benutzen darf. Da konnte ich nicht ständig ankommen. Also hab ich gespart, wo es nur ging. Mit den entsprechenden Folgen, dass nicht alles so exakt gepasst hat hinterher, weil sich die Nahtzugabe, wenn sie nicht ordentlich umgebügelt wurde, einfach zu sehr wehrt.

Und später wird gezeigt, wie die beiden Damen eine Bettdecke als Fließeinlage benutzen. Das geht natürlich. Allerdings so wie die beiden das da reingewurstelt haben, ist es ein Wunder, dass die Decke später so glatt fällt. Selbst wenn man eine Bettdecke nimmt, sollte man alle drei Lagen irgendwo flach auslegen und dann Heften. Ob Knoten, wie im Film gezeigt, so wirklich funktioniert, weis ich nicht. Ich bin bekennende Quilterin, da ich einfach denke, dass die Lagen so viel besser zusammen halten. Oder ich muss sehr dicht Knoten.

Fazit: Sollte eine meiner Leserinnen oder auch einer meiner Leser das Patchwork beginnen wollen, dann bitte nicht so. Sucht euch ein Fachgeschäft und lasst euch alles genau erklären. Bisher waren alle Inhaber von Patchworkgeschäften sehr freundlich und immer hilfsbereit, selbst bei Anfängerfragen. Und wer sich wirklich für den Anfang Rollschneider und Schneidematte sparen will, weil er/sie nur eine einzige Decke nähen möchte, der darf bestimmt im Geschäft die Sachen mit deren Geräten zuschneiden. Und wer bei mir in der Nähe wohnt, kann sich auch bei mir melden und bekommt von mir auch gerne eine gratis Unterichtsstunde mit Benutzung aller erforderlicher Werkzeuge.

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